Kompletträder = Felgen + Reifen

Zweimal im Jahr ist es soweit – dann tauschen Sommer- und Winterreifen Ihren Platz. Besonders praktisch ist es dann, wenn man beide Reifenarten für sein Auto auf separaten Alufelgen oder Stahlfelgen montiert hat. Denn so braucht man sich um den Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst keine großen Gedanken machen – die Kompletträder müssen lediglich umgesteckt werden.

Zwei Sätze der praktischen Gesamtpakete aus Reifen und Felge sind damit die perfekten Begleiter durch das ganze Jahr: Eine leichte Felge und ein auf die trockenen Wetterverhältnisse abgestimmtes Reifenprofil sowie eine Gummimischung, die den warmen Temperaturen gerecht wird, gewährleisten die optimale Bodenhaftung und bringen Sie sicher und spritsparend durch die heißen Tage. Umgekehrt sind Winterreifen in Kombination mit einer robusten Felge die perfekten Begleiter für die kalte Jahreszeit: Ein deutlich weicheres Gummi sorgt für bessere Haftung und Kraftübertragung auf eisigen und schneebedeckten Straßen und eine unempfindliche Felge lässt sich auch von aggressivem Streusalz nicht beeindrucken.

Ein weiterer Bonus der Kompletträder: Der halbjährliche Gang zur Kfz-Werkstatt, um die neuen Reifen auf die Felgen ziehen zu lassen, bleibt Ihnen ebenso erspart, wie die komplizierte Lagerung von losen Reifen. Während sich Kompletträder nämlich ganz einfach im Radregal in der eigenen Garage stapeln lassen, müssen lose Reifen in besonderen Aufhängungen aufbewahrt werden, damit sie sich während ihrer sechsmonatigen Pause nicht verziehen.

Eine Alternative zum halbjährlichen Reifenwechsel gibt es allerdings: Den Ganzjahresreifen. Auch er ist als Komplettrad erhältlich und an sich eine feine Sache: Das ganze Jahr über mit einem Satz Pneus durchzufahren erspart das lästige Umbereifen und die Anschaffungskosten für einen zweiten Satz Reifen. Doch viele Tests, darunter auch die jährlichen Reifentests des ADAC, zeigen, dass die Allwetter-Reifen zu den jeweiligen Jahreszeiten keine Spitzenleistungen in den Disziplinen Fahren auf trockener, nasser, eisiger oder schneebedeckter Straße abliefern. Ganzjahresreifen sind somit vor allem für Autofahrer, die im Jahr weniger als 10.000 Kilometer zurücklegen, geeignet und Vielfahrern nicht zu empfehlen.

Bleibt nur noch eine letzte Frage zu klären: Was ist besser: Alufelgen oder Stahlfelgen? Hier scheiden sich seit jeher die Geister. Alufelgen punkten vor allem mit ihrem Design: Von turbinenförmigen und sternförmigen Speichenformen bis hin zu bunten Lackierungen sind hier der Fantasie eines jeden Tunig-Liebhabers keine Grenzen gesetzt. Dem gegenüber stehen unempfindliche und robuste Stahlfelgen, die sich weder von einer ruppigen Fahrweise noch von kleinen Steinen auf der Fahrbahn oder Wind und Wetter beeindrucken lassen. In jedem Fall ist aber auch der Preis entscheidend – denn egal ob Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen – beim Kauf von neuen Komplettreifen möchte jeder bares Geld sparen! Hier haben die Stahlfelgen einen klaren Vorteil: Es gibt sie bereits ab 30 € für Kleinwagen wie den VW Polo.

Die häufigste Kaufvariante sind übrigens Kompletträder mit Alufelgen für den Sommer und mit Stahlfelgen für den Winter. Doch für welchen Felgentyp Sie sich auch entscheiden – damit Sie von Ihren Kompletträdern lange etwas haben, müssen diese gut gepflegt werden. Alufelgen sollten Sie regelmäßig mit einem leichten Autoshampoo reinigen, um das Einbrennen von Bremsstaub zu verhindern. Stahlfelgen müssen nach einem kalten Winter hingegen auf Rost untersucht werden. Für Winter wie für Sommerreifen gilt zudem: Vor dem Einlagern gründlich reinigen, Profiltiefe und Luftdruck überprüfen und möglichst in dunklen Räumen lagern.