Von Bunt bis Chrom: Felgen

Sie sind der Blickfang an jedem Auto: Die Felgen. Ob matt-schwarz, knallrot oder klassisch silberfarben, ob mit schmalen oder breiten Speichen – wer sein Auto liebt, der gönnt seinen vier Rädern einen unverwechselbaren Look.

Dabei macht das runde Metall nicht nur optisch etwas her, die Felge sorgt während der Autofahrt auch für die nötige Stabilität des Reifens und ist somit für die Fahrsicherheit Ihres Fahrzeuges von größter Bedeutung. Im Falle eines Defektes sollte man sie daher schnellstmöglich von einem Fachmann prüfen lassen und im Ernstfall ersetzen! Doch aufgepasst: Nicht jede Felge passt auf jedes Fahrzeug und je nach Fahrstil, Jahreszeit und Bodenbelag häufig gefahrener Strecken ist auch bei der Materialauswahl der Felge einiges zu beachten. Felge ist eben nicht gleich Felge.

Der Klassiker: Die Stahlfelge

Auf deutschen Straßen sehr beliebt sind die sogenannten Stahlfelgen. Sie sind günstig in der Anschaffung, halten Wind und Wetter stand und lassen sich von Streusalz, Schotterwegen und der ein oder anderen Bordsteinkante nicht beeindrucken. Damit sie optisch mit den Alufelgen mithalten können, werden sie häufig mit Radkappen aus Kunststoff versehen. Diese schützen die Felge zusätzlich vor Kratzern und Schlägen und können im Falle einer Beschädigung schnell und kostengünstig ausgetauscht werden.

Wer mit seinem Vierrad also häufiger off-road unterwegs ist, ist mit Stahlfelgen gut bedient und auch im Winter setzen die meisten Autofahrer auf das robuste Metallrad. Das erspart einige Gänge durch die Waschanlage und ein böses Erwachen nach dem Winter, wenn Streusalz und Waschlotionen unter Umständen schwere Schäden auf dem Lack der Felge hinterlassen haben.

Die Schöne aus Leichtmetall

Eine Alternative zur Stahlfelge sind Leichtmetallfelgen. Sie werden in der Regel aus Aluminium hergestellt, sind aber auch in weiteren Ausführungen aus Magnesium oder Carbon erhältlich. Klarer Vorteil der Felgen aus Aluminium: Bis zu 5 kg Gewicht lassen sich hier pro Rad maximal einsparen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Spritverbrauch, sondern auch auf den Verschleiß von Stoßdämpfern und Radaufhängungen aus.

Doch der wohl wichtigste Grund für den Kauf der Leichtgewichte ist sicherlich ihr Design: Alufelgen gibt es inzwischen in fast allen Formen und Farben – von matt bis hochglänzend, von einfarbig bis knallbunt. So zieren die ursprünglich für den Motorsport entwickelten Felgen heute die unterschiedlichsten Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Familienvan. Besonders in der Tuning-Szene erfreuen sich die Leichtmetallfelgen großer Beliebtheit und auch bei Fahrzeugen der Oberklasse gehören Sie inzwischen zur Standardausführung.

Ein kleines Manko haben die edlen Metallräder aber: Sie sind sehr empfindlich. Streusalz, Bremsstaub sowie aggressive Reinigungsmittel mögen sie überhaupt nicht. Und auch kleine Steine auf Schotter- und Feldwegen reisen schnell mal einen Kratzer in das sensible Metall. Zudem sind Leichtmetallfelgen äußerst pflegeintensiv: Während man Stahlfelgen höchstens nach dem Winter auf Rost untersucht, ist bei Alufelgen und Co regelmäßiges Putzen angesagt, um das Einbrennen von Bremsstaub und das Festsetzen von Schmutzpartikeln zu verhindern.

 

Felgenkauf: Auf die Größe kommt es an

Ob sie sich nun für Stahl oder Leichtmetall entscheiden – damit Ihre Felgen auch wirklich passen, sollten Sie beim Kauf einen Blick in die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeuges riskieren. Hier finden Sie neben Angaben zu Felgenbreite und Felgendurchmesser auch Daten zu Lochzahl, Lochkreis, Einpresstiefe und Mittelbohrung. Passen diese Angaben nicht, ist eine Montage der Felge schlichtweg nicht möglich. Deshalb gilt sowohl beim Kauf vom Fachhändler als auch aus zweiter Hand: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!


Kompletträder = Felgen + Reifen

Zweimal im Jahr ist es soweit – dann tauschen Sommer- und Winterreifen Ihren Platz. Besonders praktisch ist es dann, wenn man beide Reifenarten für sein Auto auf separaten Alufelgen oder Stahlfelgen montiert hat. Denn so braucht man sich um den Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst keine großen Gedanken machen – die Kompletträder müssen lediglich umgesteckt werden.

Zwei Sätze der praktischen Gesamtpakete aus Reifen und Felge sind damit die perfekten Begleiter durch das ganze Jahr: Eine leichte Felge und ein auf die trockenen Wetterverhältnisse abgestimmtes Reifenprofil sowie eine Gummimischung, die den warmen Temperaturen gerecht wird, gewährleisten die optimale Bodenhaftung und bringen Sie sicher und spritsparend durch die heißen Tage. Umgekehrt sind Winterreifen in Kombination mit einer robusten Felge die perfekten Begleiter für die kalte Jahreszeit: Ein deutlich weicheres Gummi sorgt für bessere Haftung und Kraftübertragung auf eisigen und schneebedeckten Straßen und eine unempfindliche Felge lässt sich auch von aggressivem Streusalz nicht beeindrucken.

Ein weiterer Bonus der Kompletträder: Der halbjährliche Gang zur Kfz-Werkstatt, um die neuen Reifen auf die Felgen ziehen zu lassen, bleibt Ihnen ebenso erspart, wie die komplizierte Lagerung von losen Reifen. Während sich Kompletträder nämlich ganz einfach im Radregal in der eigenen Garage stapeln lassen, müssen lose Reifen in besonderen Aufhängungen aufbewahrt werden, damit sie sich während ihrer sechsmonatigen Pause nicht verziehen.

Eine Alternative zum halbjährlichen Reifenwechsel gibt es allerdings: Den Ganzjahresreifen. Auch er ist als Komplettrad erhältlich und an sich eine feine Sache: Das ganze Jahr über mit einem Satz Pneus durchzufahren erspart das lästige Umbereifen und die Anschaffungskosten für einen zweiten Satz Reifen. Doch viele Tests, darunter auch die jährlichen Reifentests des ADAC, zeigen, dass die Allwetter-Reifen zu den jeweiligen Jahreszeiten keine Spitzenleistungen in den Disziplinen Fahren auf trockener, nasser, eisiger oder schneebedeckter Straße abliefern. Ganzjahresreifen sind somit vor allem für Autofahrer, die im Jahr weniger als 10.000 Kilometer zurücklegen, geeignet und Vielfahrern nicht zu empfehlen.

Bleibt nur noch eine letzte Frage zu klären: Was ist besser: Alufelgen oder Stahlfelgen? Hier scheiden sich seit jeher die Geister. Alufelgen punkten vor allem mit ihrem Design: Von turbinenförmigen und sternförmigen Speichenformen bis hin zu bunten Lackierungen sind hier der Fantasie eines jeden Tunig-Liebhabers keine Grenzen gesetzt. Dem gegenüber stehen unempfindliche und robuste Stahlfelgen, die sich weder von einer ruppigen Fahrweise noch von kleinen Steinen auf der Fahrbahn oder Wind und Wetter beeindrucken lassen. In jedem Fall ist aber auch der Preis entscheidend – denn egal ob Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen – beim Kauf von neuen Komplettreifen möchte jeder bares Geld sparen! Hier haben die Stahlfelgen einen klaren Vorteil: Es gibt sie bereits ab 30 € für Kleinwagen wie den VW Polo.

Die häufigste Kaufvariante sind übrigens Kompletträder mit Alufelgen für den Sommer und mit Stahlfelgen für den Winter. Doch für welchen Felgentyp Sie sich auch entscheiden – damit Sie von Ihren Kompletträdern lange etwas haben, müssen diese gut gepflegt werden. Alufelgen sollten Sie regelmäßig mit einem leichten Autoshampoo reinigen, um das Einbrennen von Bremsstaub zu verhindern. Stahlfelgen müssen nach einem kalten Winter hingegen auf Rost untersucht werden. Für Winter wie für Sommerreifen gilt zudem: Vor dem Einlagern gründlich reinigen, Profiltiefe und Luftdruck überprüfen und möglichst in dunklen Räumen lagern.


Alu: Sportliches Leichtmetall für‘s Auto

Sie sind das optische i-Tüpfelchen an jedem Fahrzeug: Alufelgen. Ob in Form von Turbinen, Sonnenstrahlen oder Blütenblättern, ob glatt poliert oder matt gebürstet – das modische Metallzubehör steht vor allem aufgrund seiner Formenvielfalt und seines sportlichen Rufes bei Autoliebhabern hoch im Kurs. Und auch farblich ist bei den leichten Felgen einiges geboten: Es gibt sie in fast allen Farbnuancen – mehrfarbig, mit Farbverlauf oder gemustert. Der Gestaltung des eigenen Vierrades sind somit kaum Grenzen gesetzt.

Neben dem optischen Plus bietet das runde Leichtmetall aber noch weitaus mehr Vorteile: So sind die Felgen, wie der Name „Leichtmetall“ bereits verrät, deutlich leichter als ihre Kollegen aus Stahl – bis zu 5 kg lassen sich dank der Aluminiumbauweise maximal einsparen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Spritverbrauch aus, sondern sorgt auch für einen geringeren Verschleiß an Stoßdämpfern und Radaufhängungen sowie für bessere Rundlaufeigenschaften.

Besonders leicht sind Alufelgen, die nach dem sogenannten Schmiedeverfahren hergestellt werden. Sie sind äußerst stabil und ermöglichen eine extrem schlanke Bauweise.

Ein kleines Manko haben die formschönen Leichtgewichte allerdings: Wer sich für den Kauf von Aluminiumrädern entscheidet, muss mit einem deutlich höheren Preis und Pflegeaufwand rechnen, denn die Felgen sind weitaus empfindlicher als normale Stahlfelgen.

Der ewige Kampf um die Daseinsberechtigung von Alufelgen im Winter hat aber inzwischen ein Ende gefunden: Damit die edlen Felgen auch dem härtesten Kälteeinbruch standhalten, kann mit einigen Oberflächenbeschichtungen nachgeholfen werden. Salzstreuattacken in der kalten Jahreszeit sind damit auch für die Aluminiumfelgen kein Problem mehr. Wer von vorneherein plant, seine Alufelgen das ganze Jahr über zu fahren, der kann zudem auf spezielle Winteralufelgen zurückgreifen – die sich nicht umsonst in der Tuningszene großer Beliebtheit erfreuen.

Wie pflege ich meine Alufelgen?


Robust, robuster, Stahlfelge

StahlfelgeWer viel im Gelände fährt oder häufig auf unbefestigten Straßen unterwegs ist, der setzt auf Stahlfelgen. Denn während Aluminiumfelgen von den abenteuerlichen Offroad-Trips leicht Dellen und Kratzer davontragen, sind Räder aus Stahl deutlich stabiler und verzeihen auch mal eine etwas ruppigere Fahrweise.

Auch im Winter sind die Stahlräder nach wie vor die erste Wahl: Die Schwergewichte weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind und Wetter auf und lassen sich vom aggressiven Streusalz nicht beeindrucken.

Wer seine vier Räder nicht regelmäßig putzen möchte, ist mit den stählernen Weggefährten ebenfalls bestens bedient, denn um Einbrennen von Bremsstaub müssen sich Stahlfelgenbesitzer keine Sorgen machen. Im Gegensatz zu beschichteten Alufelgen, die anfällig für Bremsstaub-Schäden sind, lässt sich das Pulver von Stahlfelgen leicht entfernen, ohne sich einzufressen. Und selbst wenn das Auto durch die Waschanlage rollt, greifen zu aggressive Reiniger nicht gleich die Beschichtung oder Lackierung an. Stahlfelgen sind damit in puncto Pflegeleichtigkeit und Robustheit den Alufelgen deutlich überlegen.

Für schnelle Fahrzeuge sind zudem sogenannte Centerline-Felgen aus poliertem Edelstahl erhältlich, die für eine Minimierung von Unwuchten bei hohen Geschwindigkeiten sorgen, zusätzliche Stabilität bieten und somit den Abriss des Kontaktes zwischen Reifen und Straße verhindern.

Klarer Vorteil gegenüber den Aluminium- und Carbon-Felgen ist zudem der Preis: Schon ab 30 Euro gibt es die Stahlfelgen für Kleinwagen wie den VW Polo. Dass die stählernen Radhalter so günstig sind, kommt durch das preiswerte Ausgangsmaterial und die einfachere Herstellung zustande. Ein kleines Manko haben die Stahlfelgen allerdings: Designtechnisch gibt es hier nur wenige Möglichkeiten, die eigene Felge zu individualisieren. Doch mit ein wenig Lack und Farbe lassen sich auch die eigenen Stahlräder optisch aufwerten.


southerntemplars.com geht online!

Hi, mein Name ist Richard und bin ein absoluter Felgenfan. Auf meiner Website southerntemplars.com gebe ich euch Ratschläge sowie Informationen über Felgen und Kompletträder. Ich selber fahre einen 3er BMW mit Ronal R53 in 14″. I Love It! Freut euch auf spannende Reportagen, Informationen und Basiswissen!

Euer Richard